Projekte

  • 4. bis 6. Oktober 2018  "2. Konferenz des Netzwerk Flüchtlingsforschung" am Zentrum Flucht und Migration in Eichstätt wird der AK Flucht und Bildung des Netzwerkes ein Panel zum Thema "Wege aus der Verstrickung? - Die Frage der Ethik im Forschungsfeld von 'Flucht und Bildung'". Das Panel wurde von María do Mar Castro Varela und Roxana Dauer für den AK konzipiert. Es thematisiert Frage der Ethik bezogen auf Fluchtforschung im Kontext "Bildung". Beunruhigt von der Beobachtung, dass es nach dem Sommer 2015 geradezu zu einer Forschungs- und Projektexplosion im Feld "Flucht und Bildung" gekommen ist, möchten wir uns fragen und darüber diskutieren, wie ethische Forschung in diesem Zusammenhang aussehen könnte oder müsste. Das Problem sehen wir dabei nicht in der Präsenz von geflüchteten Menschen in den Bildungsinstitutionen, sondern eher in der schwachen Hinterfragung deutscher Bildungsinstitutionen und der hegemonialen Wissensproduktion. "Flucht und Bildung" verstehen wir dabei als ein Forschungsfeld, das eine Macht- und Herrschaftskritik an einem traditionell westlichen Bildungsverständnis erfordert. Grundsätzlich scheint es uns wichtig, eine kritische Fluchtforschung im Kontext Bildung zu etablieren, die essentialistische Kulturvorstellung hinterfragt und epistemische Gewalt fokussiert. Eine ethische Fluchtbildungsforschung wird Flucht und Bildung auch im Zusammenhang mit wachsender sozialer Ungleichheit und sich verschärfenden Migrationspolitiken thematisieren müssen. 

  • Das b-Lab* wird vertreten durch Samia Aden & Carolina Tamayo Rojas, die über "Ethische Spannungsfelder in der Forschungspraxis im Globalen Süden und Norden" sprechen werden und María do Mar Castro Varela, die über die Frage der "Epistemischen Gewalt" sprechen wird.
  • 14. bis 15. Dezember, "Heterogenität in der fluchtbezogenen Bildungsarbeit - analytische und praktische Perspektiven". Jahrestagung der SchlaU-Werkstatt für Migrationspädagogik in München
  • Das bildungsLab* spricht zum Thema "Re-Thematisierungen. Ansichten aus dem bildungsLab*" Das Panel wird das Konzept der "Differenz" und die "Thematisierung von Diskriminierung und Marginalisierung" aus einer rassismuskritischen Perspektive betrachten und gleichzeitig zu einer migrationspädagogischen Theorie und Praxis anregen, die es ermöglicht, Pädagogik in Zusammenhang mit Demokratie und Dekolonisierung zu rekalibrieren.Mit dabei sind: Saphira Shure: "Race, Nation & School, oder: Warum Schulen rassistisch sind"; Lalitha Chamakalayi: "Ich wußte gar nicht....! Über das Nicht-Thematisieren von Abschiebungen"; Arzu Çiçek: "Im Spannungsfeld zwischen vorherrschenden Strukturen und Alterität"; María do Mar Castro Varela: "Erschütterndes Begehren und kontrapunktische Solidarität. Postkoloniale Thematisierungspraxen"


ARCHIV: 

  • 5. bis 6.8.2018. KNEE-DEEP-Theorietreffen No 1 in Berlin. Das b-Lab* liest Spivaks: An Aesthetic Education in the Era of Globalization (2012): So wie wir Sprachen am besten lernen, wenn wir in diese ganz eintauchen und für Tage nur die neue Sprache hören und sprechen so ist es auch mit Theorien. Wir werden an diesem Wochenende knietief in Spivaks Theoriebildung eintauchen, indem wir ihre Texte lesen, Vorträge hören, Filme sehen und diskutieren, diskutieren, diskutieren... Das Format ist simpel: Wir beginnen gegen 10 Uhr und arbeiten bis zur Erschöpfung. Abends diskutieren wir dann gemütlich bei Getränken und Essen weiter oder schauen uns Filme zum Thema an.
  • 13.6.2018 Abschlussfestival Schools of Tomorrow (SoT), Haus der Kulturen der Welt, Berlin: Das b-Lab* wird auf der Abschlussveranstaltung von SoT einen Workshop (14h-16h) mit dem Titel "Tampering with the Teaching Machine" anbieten. In Tischgesprächen werden wir mit den Teilnehmer*innen über Bildung, Rassismus und Macht diskutieren. Tischgeschpräch-Themen hier einsehen.